Meine Ahnen


 

Die Familie Moralt, eine Münchner Künstlerfamilie.

Adam MORALT, war Kalkant am kurfürstlichen Hoforchester in Mannheim. Auf Grund der bayerischen Erbfolgeregelung übersiedelte der kurbayrische Hof von Mannheim nach München und Adam MORALT und seine Familie zogen 1778 nach München um.



Familie Adam MORALT von Johann Georg Edlinger (1741 - 1819)


Er ist der Stammvater der Münchner Künstlerfamilie Moralt. Seine Söhne fast alle Hofmusiker begründeten die Zweige der Familie:

Der 1. Ehe mit Maria Anna KRAMER (1744-1794), entstammen die Söhne:

- Johann Wilhelm MORALT (* 1774),

Er wurde Violinist und hat vermutlich früh bei seinem Onkel, dem Violinisten und Dirigenten Johann Wilhelm CRAMER dem Bruder seiner Mutter, in England gelebt.

- Joseph MORALT (1775-1855),

Schüler von Peter Winter, war ein vorzüglicher Violinist. 1800 wurde er zum kurfürstlichen Konzertmeister ernannt. Mit seinem Bruder Philipp gehörte er 1811 zu den Initiatoren der Münchner „Musikalischen Akademie“ deren Konzerte er häufig dirigierte. Seit 1827 Hofmusik-Instrumental-Direktor (Dirigent des Hoftheater-Orchesters), machte er sich um die Pflege der berühmten Mannheim-Münchner Streichertradition verdient. Mit seinen Brüdern Johann Baptist, Jakob und Pilipp bildete er das so genannte Moralt- Quartett, eines der frühesten reisenden Streichquartette, das ausgedehnte Konzertreisen innerhalb Deutschlands, sowie in die Schweiz, nach Frankreich und England unternahm.


Joseph Moralt.

Nach dem Tode seines Bruders Jakob 1820 nahm er sich der sechs Waisen an, und erzog sie zu tüchtigen Menschen. Er wurde ihnen durch die Heirat mit der Witwe von Jakob seiner Schwägerin Theresia RAAB im Jahre 1827 auch ein guter Vater. Er muss sich sehr um die Erziehung dieser ange­heirateten Kinder angenommen haben; denn sie haben es alle „zu etwas gebracht“, das Höchste, was im bürgerlichen Leben jener Jahre zu erreichen war.

- Johann Baptist MORALT (1777–1825),

Er erhielt seine Musikalische Ausbildung bei dem Münchener Hofmusik-Instrumental-Direktor Karl Cannabich und bei Joseph Grätz. Mit 21 Jahren wurde er als Violinist Hofmusiker. Seine an Joseph Hayden erinnernden Kompositionen, darunter mehrere Symphonien, wurden vor allem in der "Musikalischen Akademie" aufgeführt. Seine Quartette für Flöte, Violine, Viola und Violoncello 1815 werden auch heute noch gespielt.


Johann Baptist Moralt.

- Jakob MORALT (1780-1820),

Er ging bei dem Hofmusiker Christof Geitner in die Lehre. Mit noch kaum 17 Jahren wurde er als Eleve in die kurfürstliche Hofmusik aufgenommen. Eleve oder Accessist in der kurfürstlichen Hofmusik sein zu dürfen waren Lehrjahre zur Vervollkommnung auf dem Instrument und zur Einarbeitung in das Orchesterspiel, ohne Bezahlung und ohne Ansprüche auf spätere Übernahme in das Orchester-Ensemble. Daher ist es kein Wunder, dass jedes Ausscheiden eines Hofmusikers durch Tod oder Pensionierung zu gegebener Zeit Anlass wurde, wenigstens einen Teil des an die Hofmusikkasse anheim gefallenen Gehaltes zur Verbesserung der eignen Lage zu erhaschen. So ist auch das einzige Aktenstück, das über Jakob Moralt auf unsere Zeit gekommen ist, ein solches Gesuch, an einem Heimfall teilhaben zu können. Es hat sich wenig über Jakob Moralt erhalten, dessen Namen zwar alle in- und ausländischen Musik-Lexika anführen, von dem aber nur soviel feststeht, dass er ein Virtuose auf der Bratsche und später wohlbestallter kgl. Hofmusiker war.

Von Jakobs Söhnen folgten ihm Anton (1812-1883,) und Eduard Anton (1819-1859), als Hofmusiker nach. Ludwig (1815-1888), wurde Historienmaler. Er war an der Münchener Akademie Schüler von Heß, Schlotthauer und Cornelius. Er fertigte zwei Gemälde für den Regensburger Dom, den Hl. Wolfgang und Hl. Emmeran 1840. Drei Altarbilder für die Gruftkapelle zu Inning und die Fresken im Dom zu Gran/Ungarn. Heinrich Anton (1816–1859), wurde Apotheker und Theodor (1817–1877), wurde Hoftheater Hauptkassier und heiratete die Brauerstochter Maria Luise Pschorr (1834–1889). Die Tochter Maria Magdalena (1813-1875), heiratete den Architekturprofessor Rudolf Josef Ritter v. KRAMER (1809–1874).

- Philipp MORALT (1780-1830),

Der Zwillingsbruder von Jakob MORALT, war Hof- und Kammermusiker und unternahm als Cellist häufig Konzertreisen. Im Jahr 1824 trat er aus der "Musikalischen Akademie" aus, um das Orchester der "Gesellschaft Frohsinn" dirigieren zu können.

- Georg MORALT (1781-1818),

Er soll Bratschist und Hofmusiker gewesen sein und zeitweise mit seinen Brüdern im Moralt-Quartett aufgetreten sein. Weder das Datum seiner Geburt noch das seines Todes konnte in den Kirchenbüchern in München gefunden werden. Auch als Hofmusiker ist er nicht nachweisbar.

- &xnbsp;Johann Alois MORALT (1785-1858),

Er wurde Pianist und Komponist und lebte in London, England. Er heiratete dort 1812 die Musikerin und Komponistin Sophia Justina CORRI. Die Witwe des Musikers und Komponisten Jan Ladislav Dussek.

Der 2. Ehe mit Maria Walburga SACHENBACHER entstammen die Kinder:

- Clementine MORALT (1797-1845),

Sie war kgl. Hofsängerin und mit dem kgl Hofsänger Julius Pellegrin (1806 –1858)verheiratet.

- Karl MORALT (1800-1853),

Er wurde Kontrabassist und Hofmusiker.

- Josef MORALT (1802-1858),

Er wurde Hofmusikkonservator.

- Friedrich MORALT (1805-1869),

Er gehörte der Hofkapelle als Hornist an.

- Anton MORALT (1807-1862),

Er gehörte der Hofkapelle als Hornist und Kontrabassist an.

Quellen:
Albert Aschl, "Die Moralt. Lebensbilder einer Familie". (Privatdr. 1960) und
"Die Musik in Geschichte und Gegenwart (MGG)". Allgemeine Enzyklopädie der Musik begründet von Friedrich Blume.


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